Thomas Chatterton (2003)


von Hans Henny Jahnn

im Schauspielhaus Dortmund
Premiere: 31.Oktober 2003, 20°° im Studio

REGIE Juliane Gruner

EIN PROTEST GEGEN DIE RATIONALE ORDUNG UND BEDINGUNGSLOSE ANPASSUNGSSUCHT, DIE AUF IHREM FELDZUG DEN TODESSTOSS GEGEN INDIVIDUALITÄT UND GENIALITÄT ZU VERSCHULDEN HAT.

„Die Hauptaufgabe jedes Bühnendichters in jeder Zeit ist es, urtragische Probleme darzustellen. Die Liebe, die den Befallenen verbrennt, ist es – die Querstellung zur Umwelt ist es.“
Hanns Henny Jahnn, 1952

Der blutjunge und begabte Thomas Chatterton wird in die Lehre gegeben. Doch in der öden Anwaltskanzlei kommt der Junge nicht zurecht.
Thomas: „Ich bin in einen Haufen Staub gefallen. Ich erlebe eine Symphonie aus Niedrigkeit und Langeweile – sie soll lang sein…ich werde zum Skelett abmagern und am Ende Fliegen fangen…“
Aburiel:“…wenn ich Dich jemals so lieb gewisse, dass ich für Dich stehle, raube totschlage, ich würde dir den Raub nicht bringen können. Dazu käme es nicht…“

Er inspiriert den jungen Chatterton zu der Erfindung eines mittelalterlichen Mönchs, dessen angebliche Verse der Junge in schlaflosen Nächten mit Ochsenblut auf alte Pergamente schreibt. Begeistert kaufen ihm die Reichen und Gebildeten der Stadt seine Arbeiten als authentische Dokumente ab. Als Thomas sich als eigentlicher Dichter dieser Werke zu erkennen gibt, will ihm niemand Glauben schenken. Sein Leben nimmt eine tragische Wendung…


KOSTÜME Michael Siebrock-Serafimowitsch  MUSIK Falko Köhler PROJEKTLEITUNG Martina Droste  ES SPIELEN Dmytro Davydovych, Janne Gregor, Donata Grodon, Johannes Janssen, Patrick Jurowski, Borys Kurtunov, Daniel Letmathe, Leif Mieland, Jakob Schneider, Tobias Strunck, Claire Varga



Kommentare sind geschlossen.